1. Papier ist ein nachwachsender Rohstoff und die europäische Papierindustrie forstet jedes Jahr mehr Wald auf als sie verbraucht.
  2. In zertifizierten Papierprodukten aus Deutschland befindet sich kein Tropenholz. Die europäische Holzhandelsverordnung EUTR sorgt für eine strenge Aufsicht und Kontrolle von Holzprodukten und somit auch Papier. Hersteller müssen sogenannte Sorgfaltspflichten erfüllen. Wichtig: diese strenge Kontrolle gilt nicht, wenn fertige Druckprodukte aus anderen Regionen, z. B. China, eingeführt werden.
  3. Druckerzeugnisse sind nicht grundsätzlich umweltschädlicher als digitale Kommunikationsmittel, sondern es hängt sehr stark mit der individuellen Nutzung zusammen (z. B. werden Druckerzeugnisse von mehreren Personen genutzt).
  4. Digitale Endgeräte sowie Server verbrauchen viel Energie sowie Rohstoffe bei der Herstellung und im Betrieb. Treibhausgase werden in beträchtlichen Mengen freigesetzt und es entsteht Elektroschrott.
  5. Die Recyclingquote von Papier ist hoch. Ca. 75 % der gesamten inländischen Papierproduktion basierte 2016 auf Altpapier. Die Entsorgung von digitalen Endgeräten wie Handys wird hingegen derzeit (noch) stiefmütterlich betrieben. Es gibt Schätzungen, dass weit über 120 Millionen Handys ungenutzt in deutschen Haushalten liegen und nicht recycelt werden.